Landkreis Günzburg

Berufskraftfahrerqualifikation - Verlängerung einer Fahrerlaubnis

Berufskraftfahrerqualifikation - Verlängerung der Fahrerlaubnis

Verlängerung

Mit Einführung der Fahrerlaubnisverordnung am 1. Januar 1999 wurde die Gültigkeit der Fahrerlaubnisklassen C, CE, D1, D1E, D und DE für Fahrerlaubnisinhaber, die das 50. Lebensjahr zum Stichtag bereits vollendet hatten oder seither vollenden, kraft Gesetzes befristet (betrifft die Altklassen 2 bzw. 3). Ab dem 50. Lebensjahr werden die vorgenannten Fahrerlaubnisklassen auf Antrag jeweils um maximal 5 Jahre verlängert.

Die Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen ab 3,5 t und bis max. 7,5 t zulässiger Gesamtmasse (nun Klassen C1 und C1E) bleibt jeweils unbefristet gültig und muss nicht verlängert werden (Ausnahme Inhaber einer Altklasse 3: Die Führer von Klasse 3 Tandem-Zügen (LKW-Zug gebildet aus einem Zugfahrzeug bis 7,5 t zulässiger Gesamtmasse und einem Einachs-Tandem-Anhänger bis 11 t, also insgesamt maximal 18,5 t zulässiger Gesamtmasse) sind den Altklasse 2-Besitzern gleichgestellt. Auch diese Fahrzeugführer unterliegen der Verlängerungspflicht ab dem 50. Lebensjahr).

Die Fahrerlaubnisklassen C, CE, D1, D1E, D, DE werden seit dem 1. Januar 1999 jeweils auf längstens fünf Jahre befristet.

Bei Erteilung der Fahrerlaubnisklassen C1 und C1E zwischen dem 1. Januar 1999 und dem 27. Dezember 2016 sind die Klassen C1 und C1E bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres befristet.

Bei Erteilung der Fahrerlaubnisklassen C1 und C1E ab dem 28. Dezember 2016 werden diese für längstens fünf Jahre erteilt.

Die entsprechenden Fahrerlaubnisklassen können frühestens sechs Monate vor Ablauf verlängert werden. Das Ablaufdatum der jeweiligen Fahrerlaubnisklasse ist in Spalte 11 auf der Rückseite Ihres Kartenführerscheins ersichtlich. Eine lückenlose Verlängerung kann nur bei einer fristgerechten Antragstellung sichergestellt werden.


Innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren nach Ablauf der jeweiligen Fahrerlaubnisklasse kann diese prüfungsfrei nach Vorlage der entsprechend notwendigen Gutachten nachträglich wieder erteilt werden.

Das Führen von Kraftfahrzeugen nach Ablauf der Gültigkeit der Fahrerlaubnisklasse entspricht dem Straftatbestand des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Zur Antragstellung ist Ihre persönliche Vorsprache erforderlich. Für genaue Auskünfte zu den zur Verlängerung der Fahrerlaubnis erforderlichen Unterlagen wenden Sie sich bitte an das Team des LandkreisBürgerBüros.

Berufskraftfahrerqualifikation

Im August 2006 wurde das Gesetz über die Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer bestimmter Kraftfahrzeuge für den Güterkraft- oder Personenbeförderungsverkehr erlassen, das sog. Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFQG). Damit wurde die entsprechende EU-Richtlinie aus dem Jahr 2003 in deutsches Recht umgesetzt.

Berufskraftfahrer müssen zur Ausübung ihrer Tätigkeit nun nicht mehr nur die entsprechenden Fahrerlaubnisklassen (C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D, DE) erwerben, sondern sollen darüber hinaus qualifiziert werden. Die Einführung des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes galt dem Zwecke der Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr durch die Vermittlung besonderer tätigkeitsbezogener Fertigkeiten und Kenntnisse. Deshalb sind künftig regelmäßig entsprechende Schulungen zu besuchen.

Die Vorschriften bestehen seit dem 10. September 2008 für den Personenbeförderungs- und seit dem 10. September 2009 für den Güterkraftverkehr.

Berufskraftfahrer sind nach § 5 des BKrFQG jeweils alle fünf Jahre zur Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen verpflichtet.

Bei einem erstmaligen Erwerb der Fahrerlaubnisklassen C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D oder DE nach den jeweils o.g. Stichtagen ist eine zusätzliche (beschleunigte) Grundqualifikation notwendig (§ 4 BKrFQG).

Die absolvierte Grundqualifikation und Weiterbildung werden durch den Eintrag der harmonisierten Schlüsselzahl 95 der Europäischen Union auf dem Kartenführerschein in Spalte 12 nachgewiesen.

Weiteres zum Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz erfahren Sie auch unter den Links. Für genaue Auskünfte, insbesondere für die Ausnahmeregelungen bezüglich des Erwerbs der Fahrerlaubnisklassen vor Erreichen des vorgeschriebenen Mindestalters, wenden Sie sich bitte das Team des LandkreisBürgerBüros.

 

 


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