Landkreis Günzburg

FSME-Risikogebiete in Bayern

Landkreis Günzburg ist FSME-Risikogebiet

©animaflora / Fotolia.com #110107066

Jetzt zählt auch der Landkreis Günzburg zu den FSME-Risikogebieten in Bayern. Jedes Jahr im Frühjahr wird vom Robert Koch-Institut eine aktualisierte Karte der FSME-Risikogebiete in Deutschland vorgestellt. Große Teile Bayerns waren bisher schon FSME-Risikogebiet. Nun sind fünf weitere Kreise dazugekommen: 88 der 96 Landkreise und Kreisfreien Städte sind ab sofort als Risikogebiet benannt. Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr auch der Landkreis Günzburg. Die weiteren neuen Landkreise sind Starnberg, München (nicht München Stadt), Weilheim-Schongau und Augsburg (nicht Augsburg Stadt).

Als Risikogebiet zählt ein Kreis, wenn die Anzahl der übermittelten FSME-Erkrankungen in einem bestimmten Zeitraum im Kreis oder aber in der Kreisregion (bestehend aus dem betreffenden Kreis plus allen angrenzenden Kreisen) signifikant erhöht ist. Die Fallzahlen im Landkreis Günzburg sind zwar noch nicht erhöht, für die Kreisregion trifft aber genau dies zu.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist – nach der Lyme-Borreliose – die zweithäufigste zeckenübertragene Krankheit in Deutschland. Verursacht wird sie durch das FSME-Virus. Die Krankheit verläuft klassischerweise in zwei Phasen: Zunächst kommt es zu grippeähnlichen Symptomen mit mäßigem Fieber (in der Regel nicht über 38 °C), Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindelgefühl. Nach einem fieberfreien Intervall von etwa einer Woche bis 20 Tagen entsteht bei rund 10 % der Patienten eine Meningoenzephalitis (Hirnhaut- und Gehirnentzündung). Die FSME verläuft bei jedem 100. Fall tödlich. In Bayern werden jedes Jahr rund 150 Fälle von FSME gemeldet. Im Rekordjahr 2017 konnten insgesamt 234 Fälle in Bayern verzeichnet werden.

Da es keine ursächliche Therapie gegen die FSME gibt, stellt die Impfung – neben allgemeinen Abwehrmaßnahmen gegen Zecken (z.B. Tragen langer Kleidung, Verwendung von Insektenabwehrmitteln) – die einzige wirksame Schutzmaßnahme gegen FSME dar. Die FSME-Impfung wird von der Ständigen Impfkommission für alle Personen, die in den FSME-Risikogebieten gegenüber Zecken exponiert sind und für Personen, die durch FSME beruflich gefährdet sind (z.B. Forstarbeiter, in der Landwirtschaft arbeitende Personen, Laborpersonal) empfohlen. Für einen vollständigen Impfschutz sind in der Regel drei Impfungen notwendig. Zudem werden regelmäßige Auffrischimpfungen im Abstand von drei bis fünf Jahren (abhängig von Alter und Impfung) empfohlen. Daten aus der Schuleingangsuntersuchung zum Schuljahr 2016/2017 zeigen, dass nur ca. ein Drittel der Einschulungskinder einen vollständigen Impfschutz gegen FSME aufweisen.

Im Rahmen der aktuell stattfindenden Bayerischen Impfwoche bietet sich die Kontrolle des eigenen Impfschutzes an – gerade jetzt, wenn die Sommersaison richtig beginnt! Gerne berät diesbezüglich auch das Gesundheitsamt.


Links (außerhalb der Landkreisseiten)

Weitere Informationen und Direktkontakt
Gesundheitsamt
Tel.: 08221/95 722
Emailkontakt zu:
Gesundheitsamt
Seite bookmarken: 
facebook.detwittergoogle.comMister Wongdel.icio.usdigg.comschuelervz.de, studivz.de oder meinvz.de