Landkreis Günzburg

Umtausch

von Führerscheinen

Alle derzeit existierenden deutschen Führerscheine sind grundsätzlich im Inland und EU-Ausland gültig und müssen anerkannt werden. 

Seit dem 1. Januar 1999 werden in der Bundesrepublik Deutschland EU-Scheckkartenführerscheine ausgestellt. Mit einer seit dem 19. Januar 2013 in Kraft getretenen Änderung der Fahrerlaubnisverordnung wurde das nationale Fahrerlaubnisrecht den Bestimmungen der Europäischen Union angepasst. Es wurde hierbei festgelegt, dass Führerscheine, welche nach dem genannten Stichtag ausgestellt wurden, nur noch 15 Jahre gültig sind.

Der frühzeitige Umtausch ihres Führerscheins ist zu empfehlen, wenn dieser beispielsweise unleserlich geworden ist oder Reisen mit eigener Kraftfahrzeugnutzung außerhalb der EU unternommen werden. Der Umtausch eines Papierführerscheins ist zwingend erforderlich, wenn ein Internationaler Führerschein oder eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung benötigt wird.

Der Pflichtumtausch

Im März 2019 ist der Pflichtumtausch von Führerscheinen, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden und noch kein Befristungsdatum enthalten, in Kraft getreten.

Das Ziel ist zum einem ein einheitliches fälschungssicheres Führerscheindokument und zum anderen die Erfassung aller Führerscheine in einer Datenbank, um Missbrauch zu verhindern.

Durch den Umtausch in einen neuen Kartenführerschein entsteht keine Änderung an der bisherigen Befristung ihrer Fahrerlaubnisklassen. Nur die Gültigkeit des Führerscheindokuments wird auf 15 Jahre befristet.

Für (rosa oder graue) Papierführerscheine, die bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt worden sind, gilt folgende Staffelung:

Geburtsjahr des Fahrerlaubnisinhabers

Tag, bis zu dem der Führerschein umgetauscht sein muss

vor 1953

19. Januar 2033

1953 - 1958

19. Januar 2022                    

1959 - 1964

19. Januar 2023                    

1965 - 1970

19. Januar 2024                    

1971 oder später

19. Januar 2025                    


Für Kartenführerscheine, die ab dem 1. Januar 1999 ausgestellt worden sind, gilt:

Ausstellungsjahr

Tag, bis zu dem der Führerschein umgetauscht sein muss

1999 - 2001

19. Januar 2026     

2002 - 2004                    

19. Januar 2027 

2005 - 2007                    

19. Januar 2028                    

2008                    

19. Januar 2029

2009                    

19. Januar 2030                    

2010                    

19. Januar 2031                    

2011

19. Januar 2032

2012 - 18. Januar 2013

19. Januar 2033


Die Umtauschfristen sollen die Führerscheinstellen in die Lage versetzen, die enorme Masse an Anträgen zu bewältigen und zudem lange Wartezeiten für die Bürgerinnen und Bürger zu vermeiden.

Wer seinen Führerschein nicht rechtzeitig umtauscht, riskiert im Falle einer Kontrolle ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10,00 Euro. Bei Fahrten im Ausland kann es im Einzelfall zu erheblichen Problemen kommen, die Strafen fallen je nach Reiseland unterschiedlich hoch aus.

Insbesondere den Führerscheininhabern, die eine Erweiterung ihrer bisherigen Fahrerlaubnis oder aber auch die Beantragung eines internationalen Führerscheins beabsichtigen und derzeit noch im Besitz eines alten Papierführerscheins sind, wird eine rechtzeitige Beantragung empfohlen, da die Herstellung der Kartenführerscheine zentral über die Bundesdruckerei in Berlin erfolgt. Aktuell ist noch nicht absehbar, ob und in welchem Umfang es zu Produktionsverzögerung kommen wird.

Um Fristüberschreitungen zu vermeiden, sollte grundsätzlich etwa ein halbes Jahr vor Fristablauf ein entsprechender Antrag bei der zuständigen Führerscheinstelle gestellt werden.

Zur Antragstellung ist Ihre persönliche Vorsprache erforderlich.

Benötigte Unterlagen:

  • gültiger Personalausweis, Reisepass oder Aufenthaltstitel (ggf. mit Zusatzblatt, u.U. ist eine Vorlage weiterer Dokumente erforderlich) im Original
  • ein biometrisches Passbild
  • bisheriger Führerschein
  • ggf. Karteikartenabschrift der ausstellenden Behörde

Hinweis für Inhaber einer Altklasse 2:

Inhaber der Altklasse 2 müssen zur Aufrechterhaltung der Fahrerlaubnisklassen spätestens mit Erreichen des 50. Lebensjahres die Verlängerung beantragen.  

Für Inhaber einer Altklasse 3 gilt:

  • Berechtigungen bis 7,5 t (auch mit Anhänger bis max. 12 t zulässige Gesamtmasse) bleiben weiterhin unbefristet bestehen und müssen nicht verlängert werden.
  • Die Führer von Klasse 3 Tandem-Zügen (LKW-Zug gebildet aus einem Zugfahrzeug bis 7,5 t zulässiger Gesamtmasse und einem Einachs-Tandem-Anhänger bis 11 t, also insgesamt maximal 18,5 t zulässiger Gesamtmasse) sind den Altklasse 2-Besitzern gleichgestellt. Auch diese Fahrzeugführer unterliegen der Verlängerungspflicht ab dem 50. Lebensjahr.
  • Auf Antrag kann die Fahrerlaubnisklasse T erteilt werden, sofern ein land- oder forstwirtschaftlicher Betrieb bewirtschaftet oder als direkte Familienangehörige regelmäßig im familieneigenen land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb mitgeholfen wird.

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Tel.: 08221/ 95 999
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