Lösung für betroffene Schülerinnen und Schüler aus Freihalden und Mindelaltheim nach Fahrplanänderung gefunden
19. Dezember 2025
Seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember kam es auf der Zugverbindung zwischen Ulm und Augsburg zu Einschränkungen für Fahrgäste aus Mindelaltheim und Freihalden. Mehrere Züge halten seitdem nicht mehr an den beiden Bahnhöfen. Besonders ins Gewicht fällt dabei der Zug um 12.35 Uhr ab Günzburg in Richtung Augsburg, der von Schülerinnen und Schülern nach Schulende genutzt wurde. Eine nachträgliche Anpassung des Fahrplans war nicht mehr möglich.
Landrat Hans Reichhart und die Günzburger Landtagsabgeordnete Jenny Schack reagierten umgehend auf die Situation und nahmen Kontakt mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) auf, um kurzfristig Verbesserungen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen zu erreichen.
Durch dieses Engagement konnte nun innerhalb kurzer Zeit eine Lösung erarbeitet werden. Ab dem 7. Januar 2026, nach den Weihnachtsferien, wird für die betroffenen Schülerinnen und Schüler ein Schienenersatzverkehrsbus eingesetzt. Dieser bringt die Fahrgäste von Günzburg nach Mindelaltheim und Freihalden. Der Bus wird von Arverio bestellt und befindet sich aktuell in der Detailplanung. Derzeit werden die genauen Haltestellen in Günzburg, Mindelaltheim und Freihalden sowie die An- und Abfahrtszeiten festgelegt.
Landrat Hans Reichhart ist zufrieden mit der schnellen Lösung: „Es freut uns sehr, dass wir gemeinsam mit allen Beteiligten so schnell eine praktikable Lösung für die Menschen vor Ort – insbesondere für die Schülerinnen und Schüler – erarbeiten konnten.“ Landtagsabgeordnete Jenny Schack ist aufgrund der schnell erarbeiteten Lösung ebenso zufrieden: „Gerade für Familien ist eine verlässliche Verbindung nach Schulschluss von großer Bedeutung. Mit dem zusätzlichen Bus stellen wir sicher, dass Kinder und Jugendliche auch weiterhin sicher und ohne Umwege nach Hause kommen.“
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft erläutert die Gründe für die gestrichenen Haltestellen: Eine frühere Abfahrt der betroffenen Züge war aufgrund von Ein- und Ausfahrkonflikten im Hauptbahnhof Ulm sowie wegen Überschneidungen mit dem Schienengüterverkehr nicht realisierbar. In der Folge halten drei täglich in Ulm startende Züge mit den Abfahrtszeiten um 12.19 Uhr, 16.19 Uhr und 18.19 Uhr nicht mehr in Mindelaltheim und Freihalden. Die Fahrt um 22:19 Uhr ab Ulm muss ebenfalls in Mindelaltheim durchfahren,
Für die übrigen betroffenen Fahrgäste sucht die BEG nach einer Lösung. Eine Möglichkeit ist die Nutzung eines Flexibusses, mit dem die Fahrgäste zum benachbarten Bahnhof fahren können, um ab dort den Zug zu nutzen. Oder bei einem benachbarten Bahnhof aussteigen können, um sich von dort nach Mindelaltheim und Freihalden bringen zu lassen.