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Verleihung des Umweltpreises des Landkreises Günzburg

Der Umweltpreis 2019 des Landkreises Günzburg wurde im Bereich „Naturschutz" an Herrn Martin Gögler, Niederrraunau und an das „Beweidungsprojekt Leipheimer Moos" (Projektpartner: Arbeitsgemeinschaft Schwäbisches Donaumoos e.V., Stadt Leipheim, Weidetierbetrieb Fritz Junginger, Ettlishofen und Weidetierbetrieb Regina Schmid/Christian Mayer, Riedheim) verliehen.
Mit diesen Preisträgern werden besondere Verdienste um den Artenreichtum, die Biodiversität und erfolgreiche Moor- bzw. Grünlandnutzung sowie den Erhalt und Schutz von Schleiereulen ausgezeichnet.

Bild zeigt die Preisträger
Bildunterschrift von links nach rechts:
Dr. Ulrich Mäck (Arbeitsgemeinschaft Schwäbisches Donaumoos e.V.), 2. Bürgermeister Gerhard Weiß, Martin Gögler,
Anja Schumann (ARGE Donaumoos), Christian Mayer und Regina Schmid (Weidetierbetrieb), Fritz Junginger (Weidetierbetrieb), Landrat Hubert Hafner, Bürgermeister Christian Konrad
© Untere Naturschutzbehörde, Landratsamt Günzburg

Herr Martin Gögler ist 1981 dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. beigetreten und seit über 20 Jahren aktives Mitglied der Vorstandschaft der Kreisgruppe Günzburg. Er betreut seit 35 Jahren rund 150 Schleiereulenkästen im gesamten Landkreis. Zweimalig im Jahr werden alle Nistkästen angefahren, kontrolliert und der Bestand an Eulen, Turmfalken, Dohlen etc. von ihm akribisch erfasst. Dank Herrn Gögler liegen daher seit 35 Jahren Aufzeichnungen über Bestand und Bestandsschwankungen von Schleiereule und Turmfalke vor. Neben Kontrollfahrten und Bestandserfassung zählen auch Reparatur, Erneuerung und Reinigung der Kästen zu seinen Aufgaben. Aber nicht nur Schleiereule, Turmfalke und Dohlen profitieren von seiner ehrenamtlichen Arbeit, auch für viele weitere Arten wie z.B. Wanderfalke, Gelbbauchunke und Uferschwalbe setzt sich Herr Gögler ein. Herr Gögler, der bereits im Jahr 1997 für seinen langjährigen Einsatz im regionalen Vogelschutz ausgezeichnet wurde, setzt sich nach wie vor unermüdlich für den Erhalt und Schutz der Vögel ein; sein Lebenswerk verdiente eine nochmalige Würdigung.

Mit dem „Beweidungsprojekt Leipheimer Moos" (Wasserbüffel vom Weidetierbetrieb Regina Schmid/Christian Mayer, Riedheim, Schottische Hochlandrinder vom Weidetierbetrieb Fritz Junginger, Ettlishofen und zeitweise Exmoor-Ponys) leistet die Region einen Beitrag zum Umweltschutz auf vielfältige Weise. So konnte sich durch die Beweidung eine jahrzehntelang ausgestorbene Niedermoorart, die Sumpfschrecke, wiederansiedeln, Bekassinen und Kiebitze erfolgreich brüten und die Heidelibelle optimal entwickeln. Des Weiteren konnten bereits nach drei Jahren über 80 Pflanzenarten auf den Weideflächen kartiert werden – gegenüber ca. 25 Arten auf 10 Jahre alten extensiven Mähwiesen. Die Biodiversität im Leipheimer Moos konnte somit erfolgreich gesteigert werden. Einen maßgeblichen Anteil hieran hat die Stadt Leipheim, die 50 ha zu Ökokontoflächen erklärt und bei der Bewirtschaftung der extensiven Beweidung den Vorrang gegeben hat. Die fachliche Betreuung der Flächen und des Beweidungsprojektes durch die Arbeitsgemeinschaft
Schwäbisches Donaumoos ist ebenfalls ein wichtiger Baustein dieses erfolgreichen Natur- und Landschaftsschutzkonzeptes, das Vorbildfunktion für andere Weidetierbetriebe hat.


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Knoll Christine
Tel.: 08221/95 306
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Knoll Christine

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