Wohin sollen sich Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine wenden?
Sie haben sich entschlossen die Ukraine zu verlassen und in Deutschland Schutz zu suchen. Hier finden Sie Informationen zu den ersten Schritten.
Einreise:
Nähere Informationen zur Einreise finden Sie hier.
Wer ist schutzberechtigt?
Alle aus der Ukraine geflohenen Personen, die vor dem 24.02.2022 dort gelebt haben und
- ukrainische Staatsangehörige sind oder Staatenlose und Drittstaatsangehörige mit einem Schutzstatus in der Ukraine sind sowie ihre Familienangehörigen
- Drittstaatsangehörige sind, die sich mit einem unbefristeten bzw. nicht nur vorübergehenden Aufenthaltstitel in der Ukraine aufgehalten haben und die nicht sicher und dauerhaft in ihr Herkunftsland zurückkehren können
Der Schutz gilt derzeit bis zum 04.03.2026.
Registrierung:
Sie müssen sich zunächst registrieren lassen. Hier werden ein Lichtbild und die Fingerabdrücke erfasst. Die Registrierung wird für die Beantragung des Schutzstatus, für Sozialleistungen sowie für Hilfe bei der Unterbringung benötigt.
Wenn Sie sich im Landkreis Günzburg aufhalten, benötigen Sie für die Registrierung einen Termin. Um den Termin vorzubereiten, melden Sie sich bitte per E-Mail unter ukraineFB32@landkreis-guenzburg.de und übermitteln uns farbige Scans von guter Qualität im pdf-Format Ihres Reisepasses/Ihrer Reisepässe (Namensseite sowie alle Seiten des Reisepasses, in welchen Ein- und Ausreisestempel eingebracht wurden), Aufenthaltstitel der Ukraine/anderer Länder, Ihr Einreisedatum ins Bundesgebiet und Ihre Wohnanschrift im Landkreis Günzburg. Bitte geben Sie eine Telefonnummer an, unter welcher wir Sie (nach Möglichkeit eine deutschsprechende Person) kontaktieren können. Ggf. sind auch Nachweise zur Glaubhaftmachung des Aufenthaltsortes im maßgeblichen Zeitpunkt erforderlich. Wir setzen uns für einen Termin und sofern erforderlich – weitere Unterlagen – mit Ihnen in Verbindung.
Für Flüchtlinge aus der Ukraine wurde eine Liste mit kostenfreien Apps und Links zu online-Plattformen für Deutsch-Kurse zusammengestellt.
Ja, das ist möglich. Nähere Informationen (auch auf Ukrainisch) finden Sie unter dem Link in der Link-Box.
Als offizielles, staatliches und themenübergreifendes Angebot werden hier Informationen zu Unterkunft, Basisthemen sowie medizinischer Versorgung in Deutschland gebündelt. Die Informationen und Leistungen sind mehrsprachig auf Ukrainisch, Russisch, Englisch und Deutsch verfügbar.
Bayerisches Zentrum für Krebsforschung (BZKF)
Das BZKF ist ein Zusammenschluss der sechs bayerischen Universitätsklinika und vereint die fachlichen Kompetenzen der Expert:innen aus Augsburg, Erlangen, den zwei Standorten aus München, Regensburg und Würzburg.
„Ziel des Zentrums ist es, die Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten in Bayern voranzutreiben. Durch die vorhandenen Strukturen und das BürgerTelefonKrebs haben wir bewiesen, dass wir in Krisensituation schnell weiterhelfen können“, so Prof. Andreas Mackensen, Direktor des BZKF.
Auskunft und Hilfe: buergertelefon@bzkf.de
Telefonische Beratung in deutscher Sprache: Tel. 0800 85 100 80
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung vom BZKF und unter www.bzkf.de.
Helpline Ukraine unterstützt geflüchtete Familien bei Sorgen und Problemen
Telefonberatung in ukrainischer und russischer Sprache nimmt Arbeit auf – kostenfrei und vertraulich.
Mehr als 700.000 Menschen sind bislang vor dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland geflohen, vor allem Frauen, Kinder und Jugendliche. Seit heute bietet ihnen die Helpline Ukraine kostenlose Telefonberatung bei allen Sorgen, Problemen und Themen, die sie bewegen. Unter der Tel.-Nr. 0800-500 225 0 ist die Helpline montags bis freitags zwischen 14 und 17 Uhr zu erreichen; die Beratung erfolgt in ukrainischer und russischer Sprache und ist vertraulich. Helpline Ukraine ist ein Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gemeinsam mit Nummer gegen Kummer e.V. und mit Unterstützung der Deutschen Telekom.
Bundesfamilienministerin Lisa Paus: „Viele Geflüchtete aus der Ukraine brauchen Zuwendung, Unterstützung und Entlastung. Sie sind in Deutschland zwar in Sicherheit, leiden aber unter den Eindrücken des Krieges und der Flucht. Mit der Helpline Ukraine zeigen wir diesen Menschen, dass wir sie in ihrer Not nicht allein lassen. Hier finden sie offene Ohren für ihre Sorgen und Probleme und kompetente Beratung in ihrer Muttersprache.“ „Wir freuen uns, diese wichtige und anspruchsvolle Aufgabe anzugehen und damit einen Beitrag in dieser Krise leisten zu können“, so Rainer Schütz, Geschäftsführer von Nummer gegen Kummer e.V. „Geflüchtete Eltern, Kinder und Jugendliche benötigen verlässliche Ansprechpartner*innen, um über das Erlebte, ihre Sorgen und Ängste sprechen zu können.“ „Bei unseren Hilfsmaßnahmen für die Ukraine konzentrieren wir uns darauf, was wir am besten können: Menschen verbinden“, sagt Melanie Kubin-Hardewig, Vice President Group Sustainability Management bei der Telekom. „Als langjähriger Partner der Nummer gegen Kummer unterstützen wir deshalb das erweiterte Hilfsangebot sehr gerne, indem wir die Leitungskapazitäten für das zusätzliche Gesprächsaufkommen bereitstellen.“ Der Dachverband Nummer gegen Kummer e.V. übernimmt die Planung, Organisation und Umsetzung der Sonderrufnummer und bewirbt sie in ukrainischer und russischer Sprache.
Weitere Informationen finden Sie auf www.nummergegenkummer.de.
Pressekontakt:
Anna Zacharias
Email: presse@nummergegenkummer.de oder
Telefon 0202 259 059-0
Über die Nummer gegen Kummer
Nummer gegen Kummer e.V. ist der Dachverband von derzeit 87 lokalen Trägern von Beratungstelefonen, zumeist örtlichen Verbänden des Deutschen Kinderschutzbundes und anderen Wohlfahrtsorganisationen. Das Netzwerk stellt das deutschlandweit größte kostenfreie, telefonische Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern dar. Speziell ausgebildete und hauptsächlich ehrenamtlich engagierte Berater und Beraterinnen unterstützen die Anrufenden und leisten Hilfe zur Selbsthilfe bei Alltagsproblemen und in schwierigen Lebenssituationen. Der Dachverband ist Mitglied von Child Helpline International.
Nummer gegen Kummer e.V. wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und von der Deutschen Telekom unterstützt. Seit 1991 stellt die Deutsche Telekom als Kooperationspartner der Nummer gegen Kummer e.V. die technische Infrastruktur für das bundesweite Beratungsangebot kostenfrei zur Verfügung. Außerdem übernimmt sie die Verbindungsgebühren für die Anrufe an die Beratungstelefone.